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Urwaldtour

Premiumwanderweg

Zum Premiumwanderweg hat der Regionalverband Saarbrücken einen informativen Flyer herausgegeben der nachstehend als pdf-Datei zur Verfügung steht.

Flyer Premiumwanderweg Urwald

 

 

Der Informationsflyer "Willkommen im Urwald vor den Toren der Stadt" ist erhältlich
im Scheunenbüro (Tel: 06806/102419, mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! )

oder kann hier als pdf herunter geladen werden: icon Urwaldflyer.pdf 

 

Die Öffnungszeiten des Scheunenbüros sind:

Mo 08.30 - 18.00 Uhr

Di geschlossen

Mi 09.00 - 13.00 Uhr

Do 09.00 -15.00 Uhr

Fr 09.00 - 13.00 Uhr

 

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Urwald vor den Toren der Stadt

Urwald vor den Toren der Stadt

Seit 1997 gibt es das Projekt „Urwald vor den Toren der Stadt“ im Saarkohlenwald im Herzen des Saarlandes. „Die Natur Natur sein lassen“, lautet die oberste Maxime in diesem etwas mehr als 1.000 ha großen Wald-Naturschutzgebiet. Auf eine wirtschaftliche Nutzung des Rohstoffes Holz wird hier ganz verzichtet, die Motorsägen schweigen zu Gunsten von Wildnis. Wildnis bedeutet: umgefallene Bäume, zuwachsende Wege, Baummoose und eine immer ursprünglich werdende Vegetation überwuchern langsam die Zivilisation. Der natürliche Entwicklungsprozess verändert langsam, aber stetig die Tier- und Pflanzenwelt.

Der Mensch wird aus diesem Schutzgebiet, welches als so genanntes NATURA 2000-Gebiet (nach der Europäischen Vogelschutz- und der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) auch Teil des europäischen Naturerbes ist, aber nicht ausgeschlossen. Im Gegenteil: die Menschen sollen an der natürlichen Entwicklung des Urwaldes vor den Toren der Stadt Saarbrücken teilhaben – sie sind willkommen im Urwald.

Allerdings gelten hier andere Regeln als in sonstigen Wäldern. Nicht alle Wege sind gut ausgebaut, manche bilden nur schmale Pfade oder wiederum andere Wege müssen selbst erkundet und erforscht werden. „Abstimmung mit den Füßen“ nennen das die Urwald-Macher.

Im „Urwald vor den Toren“ ruhen seit 10 Jahren die Motorsägen. „Natur Natur sein lassen“ lautet die Devise im rd. 1.000 ha großen Wald-Naturschutzgebiet.

Der „Urwald vor den Toren der Stadt“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von Ministerium für Umwelt, SaarForst Landesbetrieb und dem Naturschutzbund (NABU) Saarland e.V. Im Jahre 2002 wurde ein entsprechender Kooperationsvertrag geschlossen, der die Zusammenarbeit, Organisation und Einrichtung des Projektes beschreibt. Zur Begleitung des Projektes wurde eine „Urwald-Lenkungsgruppe“ eingesetzt.

Als eine wichtige Informations- und Orientierungshilfe für die Besucherinnen und Besucher des Urwaldes ist im September 2006 die neue Urwald-Karte erschienen. Damit werden erstmals das Wanderwegenetz und die vielen besonderen Erlebnisorte des „Urwaldes vor den Toren der Stadt“ übersichtlich dargestellt.

Eine sehr informative Seite mit vielen Urwald-Bildern und Eindrücken finden Sie - mit Zustimmung der Autorin - hier: bitte klicken.


URWALD mit UN-Auszeichnung

Das Projekt „Urwald vor den Toren der Stadt“ erhielt am 28. Juni 2006 die Auszeichnung als offizielles „UN-Dekade-Projekt Bildung für nachhaltige Entwicklung“. 2002 rief die UNESCO bei ihrem Weltgipfel in Johannesburg für 2005 – 2014 die „UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung“ aus. Ziel der weltweiten Kampagne der für Bildung zuständigen UN-Organisation ist es, den Menschen Kompetenzen und Wissen zu vermitteln, damit sie ihr Leben nachhaltig gestalten können.


Das Urwaldprojekt – insbesondere mit seinem waldpädagogischen Angebot – wurde in den Jahren 2006 und 2008 von der UNESCO als offizielles „UN-Dekade-Projekt Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.

In dem Antrag an das deutsche UNESCO-Nationalkomitee, den der Naturschutzbund Saarland (NABU Saar) - stellvertretend für die Kooperationspartner im Urwald-Projekt - gestellt hat, wurde insbesondere auf das Wildnispädagogik-Projekt „URWALD macht Schule“ hingewiesen. Mit dem Projekt werden Kinder und Jugendliche auf eine einzigartig intensive und damit nachhaltige Art und Weise gleichermaßen erreicht. Auch der Grundsatz „Jeder Fußgänger darf jederzeit an jeden Ort des Urwaldes laufen“ als Weg zur Integration von Mensch und Natur wurde von der UN mit dieser Auszeichnung gewürdigt.

„URWALD macht Schule“ im WildnisCamp

„Urwald macht Schule" sind ganz- bis mehrtägige Veranstaltungen mit Übernachtung im Urwaldrevier, in der Scheune Neuhaus und dem WildnisCamp als Basislager und zentraler Ort. Je nach Alter gibt es unterschiedliche Themenschwerpunkte zum Ökosystem Wald und seiner sukzessiven Entwicklung zum wilden (Ur)Wald.

„Urwald macht Schule“ hat unmittelbaren Bezug zum Ökosystem Urwald und der Wildnis. Die Gruppen arbeiten unter fachkundiger Anleitung am Thema „Biologische Vielfalt“. Eingebettet in das WildnisCamp kommt natürlich der Abenteuer- und Spaßfaktor nicht zu kurz. Die Teilnehmer müssen ihre Bleibe herrichten und sich Gedanken über die Zubereitung ihrer Verpflegung machen. Wie können wir ohne Feuerzeug Feuer machen und am Brennen halten, ist eine bedeutsame Frage und eine Nacht im WildnisCamp wird sicherlich gänsehautschaurig schön werden. Die Klassen werden von der Saarbahn-Haltestelle Heinrichshaus abgeholt werden. Unsere fachkundigen Betreuerinnen und Betreuer begleiten und verpflegen die Gruppe.

Allen Maßnahmen gemeinsam ist ein sinnlich-emotionaler Ansatz mit Freude und Spaß am gemeinsamen Erleben eines "anderen, wilden" Wald-Ortes. Hier wird nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Liebe zur Natur geweckt.



Wildnispädagogik im „Urwald vor den Toren der Stadt“

Die im Urwald-Projekt vermittelte Wildnispädagogik orientiert sich an der traditionellen Unterrichtsweise der Naturvölker, welche sich in ihrem Lebensalltag entwickelt hat, dem „Coyote Teaching“. Beobachtbare Effekte des Coyote Teaching sind die Entstehung von Neugierde, wo zuvor keine war, erhöhte Gegenwartspräsenz und Hunger nach Wissen, der eigene Fragen stellen und Antworten finden lässt. "Coyote Teaching" führt zum Lernen durch eigene Erfahrung mit jedem der Sinne. Das erlernte Wissen prägt sich stärker und nachhaltiger ein.

Der wilde Wald ist ein natürlicher Abenteuer-Spielplatz für Körper und Geist. Im WildnisCamp gibt es keine Wasseranschlüsse, das Wasser muss geschleppt werden. Dies führt zu einem sparsamen, bewussten Umgang mit Ressourcen. Auf elektronische Geräte wird verzichtet, die Teilnehmer lernen, dass es sich auch ohne diese Geräte leben lässt. Taschenlampen sind “out” - so wird selbst eine simple Nachtwanderung zur imaginären Mutprobe.

Viele Teilnehmer werden im WildnisCamp zum ersten Mal in ihrem Leben mit biologischer Kost konfrontiert - und merken, dass es schmeckt. Durch die komplexen Angebote, die möglichst viele Aspekte der Umweltbildung spielerisch und selbstverständlich miteinander verbinden, wird ein allgemeines verantwortliches Handeln angeregt und angelegt.

Lehrer geben als Rückmeldung, dass sich die Sozialstruktur innerhalb ihrer Klassen nach den Urwaldaufenthalten nachhaltig zum Positiven verändert habe. Viele Kinder, Eltern und Lehrer halten auch nach den Veranstaltungen den Kontakt zum Projekt und besuchen weitere Veranstaltungen im Urwald.

Das „Zentrum für Waldkultur - Scheune Neuhaus“ bildet hierfür den zentralen Ort im Projekt.

Scheune Neuhaus - Zentrum für Waldkultur -

Im Herzen des Saarkohlenwaldes und inmitten des „Urwaldes vor den Toren der Stadt“ liegt die „Scheune Neuhaus – Zentrum für Waldkultur“.

     

Die Scheune Neuhaus - Zentrum für Waldkultur – liegt zwischen Riegelsberg und Fischbach und ist der zentrale Veranstaltungsort des SaarForst Landesbetriebes für vielfältige Veranstaltungen, die sich mit dem Thema Wald, Urwald, Wildnis beschäftigen.

Die Scheune Neuhaus entstand aus einer Einzelspende eines ehemaligen Hüttenarbeiters und Mitglieds des Pfälzer Waldvereins, Emil Eisenbeiß aus Neunkirchen. Aus „Sorge um den Wald“ der Forstverwaltung hinterließ er einen bedeutenden Nachlass. Diese Sorge bezog sich auf das Waldsterben. Neben dieser großzügigen Spende stellte das Land in der Folgezeit weitere Mittel bereit.

Heute ist die Scheune Neuhaus vielen Besucherinnen und Besuchern schon seit vielen Jahren als „Zentrum für Waldkultur“ bekannt, wo zahlreiche Veranstaltungen in den Wald locken. Hier erfahren die Menschen mehr zur werdenden Wildnis inmitten einer Stadtlandschaft.

In den Jahren 2005 und 2006 wurde die Scheune Neuhaus im Rahmen eines von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Projektes "Innovatives Kommunikationskonzept" zum Informations- und Aktionszentrum ausgebaut.

In der Scheune werden Vorträge, Diskussionsforen, Führungen, Wildnis-, Kunst-Workshops mit Bürgerbeteiligung und Fortbildungen für Multiplikatoren angeboten.

Jährlich werden in Zusammenarbeit mit etlichen Kooperationspartnern eine Reihe von Veranstaltungen angeboten, die eine breite Öffentlichkeit, von Schulklassen bis zu Musikfreunden ansprechen sollen. Näheres hierzu hier.....

Die Scheune Neuhaus steht darüber hinaus für private Veranstaltungen (Familienfeiern, Betriebsfeste u.ä.) zur Verfügung.  Infos hier.

Weitere Informationen zum Urwald-Projekt unter www.saar-urwald.de


Broschüre "Urwald vor den Toren der Stadt - Dokumentation zwei Jahre DBU-Projekt"

       

Die Dokumentation über zwei Jahre DBU-Projekt (Deutsche Bundesstiftung Umwelt) mit ihrem prägnant, informativen Broschüren-Text ist kurzweilig zu lesen und macht noch mehr „Lust auf Natur“. Angesichts der nahenden ruhigen Winter- und Weihnachtszeit am Bullerofen ist diese „Dokumentation“ die beste Lektüre, die mit Muse betrachtet und gelesen werden möchte. Denn im „Urwald“ pflegen wir die „Entschleunigung der Zeit“, wir wandern bewusst langsam und erleben mit wachen Sinnen die „Wunder der Natur“. Wir hören auf zu hasten, wir rasten, entspannen und genießen die Oasen der Stille, die Freiheit des Raumes und wir haben und nehmen uns viel Zeit für Freunde, Familie und Kinder – die wirklich wichtigen Dinge im Leben.

Mehr dazu mit Download-Möglichkeit der Broschüre unter www.saar-urwald.de.

Mehr Informationen zum Projekt "Urwald vor den Toren der Stadt" erfahren Sie hier: Willkommen- im Urwald vor den Toren der Stadt


 
 

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