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Brennholz selber im Wald machen (Selbstwerber)

Brennholz selber im Wald machen (Selbstwerber)

Mit dem Boom auf dem Brennholzmarkt werden Waldbesitzer, so auch der SaarForst Landesbetrieb, verstärkt von Kunden angesprochen, die Brennholz in Selbstwerbung im Wald aufarbeiten wollen.

Selbstwerber im "Flächenlos"    "Brennholz lang", an den Weg gerückt

 

Selbstwerber wenden sich an die örtlichen Revierleiter von SaarForst. Der Revierleiter schließt dann einen Brennholz-Vertrag mit dem Kunden ab und weist ihm die gewünschte Holzmenge zu, entweder liegendes Holz auf der Fläche oder "Brennholz lang" (Stämme, Stamm- und/oder Kronenteile), die bereits an den Waldweg gerückt wurden.

Selbstwerber müssen ab 01.01.2009 einen von den Berufsgenossenschaften anerkannten Motorsägenführerschein vorlegen.

Selbstwerber haben im Interesse des Waldes und der Natur aber auch einige Pflichten:

  • Vom 1. April bis zum 15. Juli befinden sich viele Wildtiere in der Brut- und Setzzeit, eine der empfindlichsten Zeitabschnitte im Jahr. In dieser Phase ist daher die Aufarbeitung von Brennholz durch private Selbstwerber im Flächenlos, also im Waldbestand, nicht gestattet. Bei besonderen witterungsbedingten Situationen kann aus Naturschutzgründen die private Selbstwerbung auch außerhalb des benannten Zeitraumes unterbunden werden. Nicht betroffen von dieser Regelung sind private Selbstwerber, die ihr Brennholz am Waldweg bereit gestellt gekauft haben und dort aufarbeiten sowie gewerbliche Brennholzkunden.
  • Im Flächenlos dürfen nur Äste und Stämme, die einem Durchmesser über 10 cm aufweisen, aufgearbeitet werden. Das dünnere Holz bleibt als Biotopholz und damit als Lebensraum für Kleinorganismen, Pilze, Moose und Flechten sowie als Bodennährstoff im Wald liegen.
  • Aufarbeitung und Transport von Brennholz sind nur in der Zeit von 8:00 bis 19:00 Uhr gestattet. Befahren werden dürfen nur die ausgewiesenen Waldwege und die gekennzeichneten Rückegassen. Beim Befahren ist darauf zu achten, dass der Boden ausreichende Trägfähigkeit besitzt. Fahrzeuge dürfen weder Öl noch Treibstoff verlieren. Für die Motorsäge sind nur biologisch abbaubare Kettenöle zugelassen!
  • Private Selbstwerber dürfen grundsätzlich nur liegendes Holz bearbeiten und sind von der Fällung stehenden Holzes aus Sicherheitsdenken heraus ausgeschlossen.
  • Bei der Holzaufarbeitung mit der Motorsäge ist die komplette persönliche Körperschutzausrüstung zu tragen. Alleinarbeit mit der Motorsäge ist verboten.
  • Ab 1. Januar 2009 ist ein von der Gesetzlichen Unfallversicherung anerkannter „Motorsägenführerschein“ Voraussetzung, um im Staatswald Holz als privater Selbstwerber aufzuarbeiten. 
  • Die Belastung der Umwelt ist auf das nach dem Stand der Technik unabwendbare Maß zu reduzieren.
    Insbesondere ist zu beachten:
    - Es ist Sonderkraftstoff auf Alkylatbasis und biologisch schnell abbaubares Ketten-
      schmieröl, das mit dem "Blauen Engel" ausgezeichnet ist, zu verwenden.
    - Abfälle und Leergut sind vorschriftsmäßig zu entsorgen.
    - Betriebsstoffe sind fachgerecht zu lagern und zu transportieren.
    - Beim Betanken der EMS ist ein Verschütten von Kraftstoff oder Kettenöl zuverlässig zu
      verhindern.

Im Rahmen seiner Kontrollaufgaben wird SaarForst die Einhaltung der vertraglich vereinbarten Regeln überprüfen. Bei Zuwiderhandlungen kann dem Selbstwerber die Arbeit im Wald untersagt, für eventuelle Schäden kann er haftbar gemacht werden. SaarForst sieht in diesem klaren Regelwerk die Grundlage für einen möglichst konfliktfreien Ablauf der Brennholzselbstwerbung im Staatswald.

 


 
 

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