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Fragen und Antworten zum Thema Brennholz

Fragen und Antworten zum Thema Brennholz      

 

 

Frage 1:
Liegt Holz im Trend?

Antwort:

Heizen mit Holz liegt voll im Trend! Durch die extrem gestiegenen Preise für Öl und Gas und begrenzten Vorräte fossiler Energieträger erlebt Holz als nachwachsender und umweltfreundlicher Rohstoff eine Renaissance. In modernen Holzfeuerungsanlagen lässt sich dieser Rohstoff auch wirtschaftlich und umweltfreundlich nutzen.

Die Nachfrage nach Holz steigt kontinuierlich. So hatte SaarForst im Jahr 2003 etwa 2800 Brennholzkunden und im Jahr 2007 ca. 6000 Kunden. Das ist ein Anstieg der Kundenzahl innerhalb von 4 Jahren um 104 Prozent.

Frage 2:
Ist es wirklich umweltbewusst, mit Holz zu heizen?

Antwort:

Ja, denn Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der direkt vor unserer Haustür wächst und nicht erst über lange Transportwege zu uns gelangen muss. Er ist zudem kohlendioxidneutral, da bei der Verbrennung von Holz lediglich die Menge Kohlendioxid (CO2) freigesetzt wird, wie der Baum während seines Wachstums aufgenommen hat und bei der natürlichen Zersetzung im Wald ohnehin wieder abgeben würde. Und da die nachwachsenden Bäume das Treibhausgas CO2 wieder aufnehmen, besteht ein geschlossener Kreislauf – sozusagen eine grüne Lunge.

Durch die Nutzung von Brennholz in Privathaushalten (2007: 13,1 Millionen Tonnen Brennholz) konnten entsprechende Mengen fossiler Brennstoffe eingespart werden, was deutschlandweit zu einer Reduzierung von geschätzt rund 12 Millionen Tonnen Kohlendioxid- Emissionen geführt hat.

Frage 3:
Und wie ist es mit der Feinstaubbelastung durch die Verbrennung von Holz?

Antwort:

Emissionen, wie Feinstäube, sind nicht nur durch den Brennstoff bedingt. Es kommt entscheidend auch auf die technische Ausstattung der Feuerungsstätte, dessen richtige Bedienung sowie einer ordnungsgemäßen Wartung der Heizungsanlage an.

Neue Öfen und Heizkessel sind so konstruiert, dass das Holz gleichmäßig verbrennt. Dadurch werden Emissionen von Stickoxiden und Feinstäuben deutlich gesenkt.

Um Feinstaubbelastung gering zu halten, sind insbesondere folgende Punkte zu beachten:

1. Nur abgelagertes und trockenes Holz mit einer Restfeuchte von 15 -20 % verwenden.

Eine zu hohe Restfeuchte bedeutet eine schlechte Verbrennung und vermindert den Wirkungsgrad der Heizung. Ein erheblicher Teil der Energie wird bei feuchtem Holz für die Verdampfung des Wassers verbraucht.

2. Nur gut zerkleinertes Holz mit wenig Papier benutzen.

Eventuell handelsübliche Anzündhilfen benutzen.

3. Die richtige Stückgröße.

Zu große Holzstücke führen zu langen Abbrandzeiten und verursachen unnötige Abgasverluste. Zu stark zerkleinertes Holz brennt zu rasch ab und verursacht erhöhte Staubemissionen und starke Rauchentwicklung. Die richtige Stückgröße ist abhängig vom jeweiligen Ofen bzw. Kessel und kann ggf. beim Hersteller oder Händler erfragt werden.
 

4. Dem Wärmebedarf angepasst heizen.

Zu große Brennstoffmengen bedeuten Energieverschwendung und können bei einzelnen Heizsystemen hohe Emissionen verursachen.

5. Eine regelmäßige Reinigung des Ofen bzw. der Heizungsanlage ist notwendig.

Dies sichert die Aufrechterhaltung eines hohen Wirkungsgrades der Anlage und ist Vorraussetzung für zufrieden stellende Emissionswerte und damit auch eine geringe Feinstaubabgabe.

Frage 4:
Werden in Folge des Brennholz-Booms unsere Wälder „geplündert“?

Antwort:

Nein, in unseren Wäldern wird niemals mehr Holz geerntet als nachwächst. Dank nachhaltiger Forstwirtschaft wächst Jahr für Jahr deutlich mehr Holz nach als aktuell verbraucht wird. Deutschland hat heute mit 3,4 Milliarden Kubikmeter die größten Holzvorräte Europas.

Im Saarland beträgt der jährliche Zuwachs an Holz nach neuesten Erhebungen ca. 12 Vorratsfestmeter je Hektar. Davon wird zurzeit nur knapp die Hälfte auch tatsächlich genutzt. Das Holzvolumen des Waldes nimmt somit jährlich zu!

Frage 5:
Wer garantiert, dass SaarForst seine Wälder nachhaltig und naturnah bewirtschaftet?

Antwort:

SaarForst wird sowohl von der Forstbehörde als auch von zwei unabhängigen Zertifizierungsgesellschaften (FSC – Forest Steward Council und PEFC - Pan European Forest Certification Council) regelmäßig überprüft. Beide Gesellschaften haben zuletzt im Jahr 2007 bestätigt, dass SaarForst alle Zertifizierungskriterien erfüllt.

Frage 6:
Wie viel Brennholz hat SaarForst im Jahr 2007 verkauft?

Antwort:

Der SaarForst Landesbetrieb hatte im Jahr 2007 einen Brennholzumsatz in Höhe von rund 85000 rm. Dies entspricht etwa ein Drittel des gesamten Holzeinschlags.

Frage 7:
Wie und wo kann man Brennholz erhalten?

Antwort:

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Brennholz zu erwerben: entweder direkt von SaarForst (=Staatswald) bzw. anderen Waldbesitzern (Kommunen, Privatwaldbesitzer) oder von Brennstoffhändlern (Branchenfernsprechbuch).

Frage 8:
Wen kann man bei SaarForst wegen Brennholz ansprechen?

 
· Wer sein Brennholz im Wald selber machen will (Selbstwerber), kann sich an die örtlichen Revierleiter von SaarForst wenden (Namen, Kontakt, Sprechstunden siehe Internet www.saarforst.de /SaarForst vor Ort oder über das SaarForst-Brennholztelefon (Tel. 0681/9712-166). Der Revierleiter schließt dann einen Brennholz-Vertrag mit dem Kunden ab und weist ihm die gewünschte Holzmenge zu, entweder liegendes Holz auf der Fläche (Flächenlos) oder „Brennholz lang“ (Stämme, Stamm- und/oder Kronenteile), die bereits an den Waldweg gerückt wurden.

 

Frage 9:
Und was kostet das Brennholz bei SaarForst?

Antwort:

Die Preise für Brennholz an Selbstwerber betragen:
 
· Laubholz: "Brennholz lang", gerückt am befestigten Waldweg:  39 EUR/Raummeter (rm)

· Laubholz: "Flächenlos", je nach örtlichen Verhältnissen: zw. 25 und 29 EUR/Raummeter (rm)

· Nadelholz: "Flächenlos": 14 EUR/Raummeter (rm)  

Die Abgabemenge von Brennholz - liegend im Bestand - an private Endverbraucher, ist auf 30 Raummeter (rm) pro Kunde und Jahr begrenzt.

Zur Erläuterung:

1 Raummeter (rm) ist ein locker aufgeschichteter Stapel Holz (Rundlinge, Spaltstücke) von 1 m Höhe, 1 m Breite und 1 m Länge und entspricht etwa 0,70 Festmeter (fm).

Frage 10:
Was muss ich als „Selbstwerber“ beachten?

Antwort:

Wer mit SaarForst einen Brennholz-Vertrag abschließt, hat nicht nur das Recht, Holz in der vereinbarten Menge zu erhalten, sondern – im Interesse der eigenen Sicherheit und mit Rücksicht auf Wald und Natur – auch einige Pflichten.

Ab 1. Januar 2009 ist der Nachweis über einen erfolgreich absolvierten Motorsägenkurs („Motorsägenführerschein“), der von der Unfallkasse und der Berufsgenossenschaft anerkannt ist bzw. deren Anforderungen entspricht (Module 1 und 2 gemäß GUV-I 8624 – Ausbildung: Arbeiten mit Motorsägen– oder VSG 4.2 Gartenbauberufsgenossenschaft, Vorschriften für Sicherheit und Gesundheitsschutz), Grundvoraussetzung für das Selbstwerben von Holz im Staatswald.
SaarForst bietet einen zweitägigen Grundlehrgang zum Erwerb des Motorsägenführerscheins im Dienstleistungszentrum in Eppelborn, Tel.: 0681/9712-820, an (Preis zurzeit 110 EUR).

Beim Aufarbeiten von Holz ist eine vorschriftsmäßige persönliche Schutzausrüstung Grundvoraussetzung, um einer möglichen Verletzungsgefahr vorzubeugen.

Die erforderliche komplette persönliche Schutzausrüstung besteht aus:

  • Helm mit Gesichts- und Gehörschutz (empfohlene Tragedauer beachten, beschädigte Teile sofort erneuern, Preis: ca. 50 EUR), Schnittschutzhose (ca. 70 – 150 EUR),
    und
  • robuste Arbeitshandschuhe (ca. 4 – 10 EUR), Sicherheitsschuhe (ca. 50 EUR) und ein Notfallset für die Erste Hilfe (ca. 10 EUR).

Richtiges Verhalten bei der Aufarbeitung von Holz im Wald bedeutet: Niemals alleine arbeiten, Verbandzeug griffbereit halten, Handy anschalten und Verbindung prüfen.

Kein Alkohol vor und während der Arbeit, Sonderkraftstoff sowie Biokettenöle (= biologisch schnell abbaubares Kettenhaftöl) verwenden. Speiseöl ist wegen schlechter Schmiereigenschaften nicht empfehlenswert, die Verwendung von Alt- oder Getriebeöl ist verboten).

Beim Laubholz dürfen nur Hölzer mit einem Mindest-Durchmesser von 10 cm aufgearbeitet werden. Dünneres Holz soll als „Biotopholz“ im Wald verbleiben und verrotten. Ebenso dürfen abgestorbene stehende oder liegende Bäume nicht aufgearbeitet werden. Ohne besondere Erlaubnis darf der private Selbstwerber keine Bäume fällen!

Beim Aufarbeiten von Holz im Wald dürfen nur die ausgewiesenen Rückegassen befahren werden.

In der Zeit vom 1. April bis 15. Juli ist die Brut- und Setzzeit für viele Tierarten. Die Aufarbeitung von Brennholz im Wald ist dann für private Selbstwerber untersagt.

Wegen Lärmbelästigung für Anwohner, Spaziergänger und sonstige Waldnutzer sind die Aufarbeitung und der Transport von Brennholz wochentags auf die Zeit von 8.00 Uhr morgens bis 19.00 Uhr abends beschränkt.

Frage 11:
Was muss bei der Lagerung von Brennholz beachtet werden?

Antwort:

Brennholz sollte auf jeden Fall gegen Regen geschützt an frischer Luft gelagert werden, z.B. überdachter Platz an sonniger Hauswand oder in einem Brennholzschuppen. Damit das Holz zügig trocknen kann, muss auf eine gute Durchlüftung geachtet werden. Das Brennholz soll nicht direkt auf den Boden, sondern nur auf ausreichend hohe und trockene Unterlagen (Luftzirkulation) gesetzt werden. Das Holzlager sollte so bemessen werden, dass der 2-3-fache Jahresbedarf darin gelagert werden kann. Nicht geeignet sind z. B. Keller oder geschlossene Garagen (keine Luftzirkulation). Holzstapel sollten auch nicht mit Plastikplanen umhüllt, sondern allenfalls abgedeckt werden.

Frage 12:
Wie lange soll gelagert werden?

Antwort:

Waldfrisches Brennholz hat (bei Einschlag außerhalb der Saftzeit) einen Feuchtigkeitsgehalt von über 50 %. Zur Verbrennung muss das Holz auf einen Feuchtigkeitsgehalt von 15 bis 20 % heruntergetrocknet werden. Je nach Holzart und Trocknungsbedingungen für gespaltenes Holz sind hierfür bis zu drei Jahre einzukalkulieren..

Richtwerte sind:

Pappel u. Nadelholz ca. 1 Jahr

Buche ca. 2 Jahre

Eiche bis zu 3 Jahre

Eine Faustregel lautet: Im Winter eingeschlagenes und aufgespaltetes Holz braucht durchschnittlich 2 Jahre um gut auszutrocknen.

Je trockner das Holz letztlich ist, desto höher ist sein Heizwert.

Die Holzfeuchte lässt sich mit einem Feuchte-Messgerät feststellen. Dabei ist die natürliche Schwankungsbreite des Feuchtigkeitsgehaltes im Holz zu beachten.

Frage 13:
Wo erhält man weitergehende Informationen?

Antwort:

Fachkundige Beratung rund um das Thema Brennholz erhält man über das SaarForst-Brennholztelefon unter der Nummer 0681/9712-166.

Weitergehende Informationen enthält die Internetseite des SaarForst Landesbetriebes unter www.saarforst.de.

Speziell an Selbstwerber richtet sich das Faltblatt „Kundeninformation: Brennholz in Selbstwerbung“, welches unter der Telefonnummer: 0681/9712-121 angefordert werden kann.

 

 

 

 


 
 

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