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Frage 15

Droht uns jetzt eine Borkenkäferplage – wie einst im Bayerischen Wald?
Insbesondere von Privatwaldbesitzern werden Befürchtungen geäußert, durch Borkenkäferkalamitäten könnten Gefahren für die außerhalb des Nationalparks liegenden privaten Nadelwälder ausgehen. Dieses Risiko ist vom Grundsatz begründet, trifft im vorliegenden Fall so aber nicht zu. Im Gegensatz zum Nationalpark Bayerischer Wald, werden in Eisen die vorhandenen standortfremden Nadelwälder in den nächsten 30 Jahren in standortheimische Laubwälder umgewandelt. Der Nadelbaumanteil soll künftig maximal 10 % betragen, was die Gefahr von Borkenkäferkalamitäten erheblich reduzieren wird.
Der Borkenkäfer – gemeint sind die beiden wichtigsten in Nadelbaumbeständen vorkommenden Arten Kupferstecher und Buchdrucker –kommt bereits heute auch im Nordsaarland vor. Der SaarForst Landesbetrieb reagiert hierauf. Bei vermehrtem Auftreten von Borkenkäfern werden die betroffenen Bäume oder auch ganze Waldbestände schnellstmöglich geräumt, um ein weiteres Ausbreiten des Käfers zu vermeiden; Chemie kommt dabei aber nicht zum Einsatz. Eine ähnliche Vorgehensweise wie im Wirtschaftswald findet auch in nicht forstlich bewirtschafteten Naturwaldzellen statt, also in Flächen, die vollständig aus der forstlichen Bewirtschaftung genommen wurden. Je nach Schutzziel und Ausmaß der Kalamität können die Bäume hier in der Fläche verbleiben, müssen aber von Hand entrindet werden, da unter der Rinde die Bruträume der Käfer sind.


 
 

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