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Feuchtbiotope im Wald

Feuchtbiotope tragen im besonderen Maße dazu bei, die Vielfalt an Lebensräumen und dadurch die Biodiversität in unseren Wäldern zu erhöhen.

Neben den natürlich vorhandenen Feuchtgebieten, ist es auch möglich, kleinere Ob­jekte künstlich anzulegen, die durchaus ihre Funktion als Lebens- und Bruthabitat zahlreicher Tierarten erfüllen können.

Möglichkeiten zur Schaffung von Nassstellen:

  • Tümpelbau auf Wildäckern
    Am Rand von Wildäckern auf lehmig tonigen Standorten können mit einem Bag­ger, da gut zugänglich, Vertiefungen ausgehoben werden.
  • Anlage kleiner Wasserflächen auf stauenden Waldböden
    Wasserstauende Stellen im Wald sind oft an dem aufstockenden Bestand (Esche, Erle) zu erkennen. Diese Stellen sind vielfach winter- und frühjahrsfeucht, halten die Nässe oft bis in den Sommer (für viele Tierarten als Brutgewässer tauglich). Bei guter Erreichbarkeit über Schneisen und Wegen können auch auf solchen Flä­chen, besonders wenn sie schwach bestockt oder im Dickungsstadium sind, Ver­tiefungen ausgehoben werden, jedoch genau eventuelle Zuordnung als 25er Biotop prüfen!
  • Ausbau von Gräben entlang Wegen
    An kaum benötigten Maschinenwegen oder zukünftig nicht mehr benutzten Ab­fuhrwegen können nasse Grabenabschnitte mit wenig Aufwand in kleine Biotope umgebaut werden. Auch durch teilweises Verschließen vorhandener Durchlässe an solchen Wegen (besonders in Hangeinschnitten) kann eine wasserstauende Wirkung erzielt werden.
  • Stetig wassergefüllte Fahrspuren auf Rückwegen können als Kleinbiotope ausge­baut werden.

 
Zu den Maßnahmen sind folgende Punkte und Vorschläge zu beachten:

Keine Eingriffe in vorhandene Biotope, da diese Nassstellen meistens Biotope nach § 25 Saarl. Naturschutzgesetz sind, in die verändernde Eingriffe untersagt sind.

Keine Maßnahmen im Umfeld von Fließgewässern, da dort eine grundsätzliche Ab­stimmung mit den Wasserbehörden notwendig ist.

Keine Anlage von Biotopen dort, wo vom Standort und der Tektonik Feuchtgebiete von Natur aus gar nicht vorkämen.


Beim Aushub solcher Kleintümpel sollte folgendes beachtet werden:

  • Die Tümpelgröße spielt keine entscheidende Rolle (bis10 qm Fläche genügen).
  • Die Wassertiefe sollte an einer Stelle mindestens 1,50 m betragen und eine sich rasch erwärmende Flachwasserzone mit ca. 50 cm Wasserstand haben.
  • Der Aushub darf keinesfalls in Wällen um die Wasserfläche herum, sondern soll in einiger Entfernung abgelagert werden.
  • Von Vorteil für das Kleingewässer sind Besonnungsphasen am Morgen oder Spätnachmittag (beschleunigt die Entwicklung von Larven im Frühjahr einerseits, verzögert die Austrocknung im Sommer andererseits).

 
 

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