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Waldkodex für den Staatswald

Verantwortliche Waldwirtschaft braucht Regeln – Waldkodex für den saarländischen Staatswald

Der Wald ist ein Wirtschaftsfaktor, er darf nicht nur als reine Produktionsstätte des nachwachsenden Rohstoffes Holz betrachtet werden. Als Speicher für Kohlendioxid dient er dem Klimaschutz, er ist Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten und erfüllt eine wichtige Funktion als Erholungsort. Um diese vielfältigen Funktionen des Waldes zu sichern ist eine naturnahe und schonende Bewirtschaftung des Ökosystems Wald Voraussetzung. 

Der vom Umweltministerium erarbeitete Waldkodex erläutert die Standards einer konsequent naturnahen Waldwirtschaft, wie sie im saarländischen Staatswald bereits seit Jahren praktiziert wird und bundesweit Beachtung findet. Der Waldkodex richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger, die den Wald in unterschiedlicher Art nutzen.

 

Die Grundsätze des Waldkodex in Stichworten:

  • Kahlschlag vermeiden
  • Natürliche Verjüngung des Waldes mit heimischen Baumarten fördern
  • Auf das Ausbringen von Düngemitteln und Pestiziden sowie gentechnisch
    manipuliertes Pflanzmaterial verzichten
  • Nach dem Grundsatz „Wald vor Wild“ einen waldverträglichen Wildbestand mit
    heimischen Arten sicherstellen
  • Befahren der Waldböden mit schweren Erntemaschinen beschränken, um so die Bodenzustände zu verbessern
  • Durch gezielte Maßnahmen Artenvielfalt fördern
  • Wald als „Grüner Arbeitsplatz“ für nachfolgende Generationen bewahren
  • Für ungehinderten Zugang des Waldes durch Pflege und Instandsetzen der Waldwege sorgen
  • Zertifizierungen und Kontrollen sollen die Einhaltung der Grundsätze sicherstellen

Mit einem Anteil von 38,3 Prozent der Landesfläche ist das Saarland ein echtes Waldland. Neben Rheinland-Pfalz (mit 42,1 %) und Hessen (mit 41,7) verfügt das Saarland über die prozentual drittgrößte Waldfläche Deutschlands.

Broschüre Waldkodex: icon WaldKodex.pdf (2.00 MB)


 
 

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